Belichtungsmesser Handwerkzeug für Fotografen

Stichwörter: Belichtungsmesser, Lichtmessung, Belichtung

Belichtungsmesser, ein wichtiges Werkzeug für jeden Fotografen. Belichtungsmesser sind auch in der digitalen Fotografie im Einsatz

Auch im Zeitalter digitaler Fotografie kommen professionelle und semi-professionelle Fotografen nach wie vor nicht ohne ein Handwerkszeug aus, den Belichtungsmesser. Die Aufgabe eine Belichtungsmessers ist relativ einfach: Er misst die Lichtstärke am Motiv, damit der Fotograf die Belichtung, sprich Blende und Belichtungsdauer optimal einstellen kann.

Während im Amateur- und semi-professionellen Bereich der Fotografie integrierte Belichtungsmesser durchaus üblich und auch von der Leistung völlig ausreichend sind (Objektmessung), greifen professionelle Fotografen immer noch auf externe Geräte zurück (Lichtmessung). Die ersten Belichtungsmesser arbeiteten noch auf einer optischen Basis, an Hand einer Skala wurden die Lichtverhältnisse mit der Empfindlichkeit des menschlichen Auges abgeglichen. Die Geräte heutiger Zeit sind mit einem Lichtsensor ausgestattet und arbeiten mit Hilfe von Fotodioden. Der interne Belichtungsmesser einer Spiegelreflexkamera misst die Lichtverhältnisse am Motiv, und berechnet Blendenöffnung und Belichtungsdauer selbstständig (Automatik). Sollen besondere Effekte mit der Fotografie erzielt werden, kann auf eine manuelle Kameraeinstellung umgeschaltet werden.

In der professionellen Fotografie und bei Arbeiten im Studio ist ein interner Belichtungsmesser schlicht überfordert. Die Motive werden oft von mehreren künstlichen Lichtquellen beleuchtet. In diesem Fall kann nur ein Handgerät exakte Daten liefern, da es die Helligkeit der verschiedenen Lichtquellen einschließlich des Blitzes addiert. Die notwendigen Einstellungen an der Kamera werden dann manuell vorgenommen. Bei der Verwendung des internen Belichtungsmessers käme es im Moment, in dem der Blitz ausgelöst wird, zu einer Überbelichtung, weil dieser in der automatischen Berechnung noch nicht enthalten wäre.
Für die Messung selbst gibt es drei Methoden, Selenzellen, CdS (Cadmiumsulfidschicht) und SBC (Silicon Blue Cell).
Die Selenzellen sind kleine Kraftwerke. Sie erzeugen, in Abhängigkeit der vorhandenen Helligkeit, selbst Strom. Die erzeugte Stromstärke und die damit vorhandene Helligkeit wird im Belichtungsmesser angezeigt. Das CdS-Verfahren verwendet ein Cadmiumsulfid-Kristall. Dieses ist in einem Fotowiderstand angebracht und setzt Elektronen frei, sobald Lichteinfall registriert wird. Durch das Freisetzen der Elektronen wird der elektrische Widerstand reduziert. Im Messgerät erhöht sich der dadurch freigewordene Stromfluss. Für diese Messung wird eine Batterie benötigt.
Bei der Messung mit SBC wird eine Fotodiode verwendet, welche Strom nur in eine Richtung fließen lässt, und in die andere Richtung den Stromfluss sperrt. Je stärker der Lichteinfall auf die Diode wird, desto geringer wird jedoch die Sperrwirkung. Dieser Leistungsabfall ist messbar. Das SBC-Verfahren ist das sensibelste und präziseste Verfahren, und kann auch für die Messung von Blitzlicht verwendet werden.
Wer mit einem externen Belichtungsmesser arbeiten möchte, wird feststellen, dass es nicht die großen Fotohersteller sind, die diesen Markt besetzen, sondern spezialisierte Unternehmen. Einstiegsgeräte gibt es bereits ab 100 Euro. Ob diese allerdings gegenüber einem integrierten Belichtungsmesser einen wirklichen Mehrwert hinsichtlich Präzision bieten, muss jeder für sich herausfinden. Das preisliche Mittelfeld zwischen 250 und 500 Euro bietet eine recht breite Auswahl an Geräten. Belichtungsmesser dieser Kategorie bieten hinsichtlich Präzision, Handling und Ausstattung ein Mehr gegenüber einem integrierten Belichtungsmesser. Wer nicht professionell arbeitet, und in der Oberklasse investieren möchte, ist in dieser Preiskategorie gut aufgestellt. Ein Preisvergleich ist immer sinnvoll. Möchte ein Einsteiger einerseits nicht zu viel investieren, andererseits aber ein gutes Gerät erwerben, bietet sich die Möglichkeit des Kaufs eines gebrauchten Belichtungsmessers eher an, als ein nur mässig gutes, dafür neues Exemplar anzuschaffen.
Für den richtigen Umgang und den optimalen Einsatz eines externen Belichtungsmessers bedarf es einiger Übung. Der Buchhandel bietet in diesem Zusammenhang Literatur, die es dem Neuling leicht macht, seine fotografischen Fertigkeiten und Fähigkeiten durch die neue Gestaltung seiner Bilder auszuweiten.

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