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Models Fotos bei Stylished

Stichwörter: Models, Modelfotos, Modelfotografie

Models Fotos

Fotos sind für Models das A und O in der Fashion Industrie. Das Fotobuch eines Models ist praktisch ihre Visitenkarte, die schon ohne ihre Präsenz einen Eindruck darüber verschafft, ob es Erfolg haben wird oder nicht; ob es von Kunden gebucht wird oder nicht.
Für die Fotos können Models nicht einfach zu ihrer Tante, Mutter, Schwester oder Nichte gehen, die mal eben ein paar nette Familienaufnahmen herzaubert. Es kann zwar Ausnahmen geben, in der ein Familienmitglied außergewöhnlich begabt ist, ein sehr gutes Equipment besitzt oder sogar professionell als Fotograf arbeitet; dies ist jedoch die Ausnahme der Regel. Nachdem ein gutes Basic Repertoire an Bildern für den ersten Schritt eines professionellen Model Buches zusammengestellt wurde, sollte ein Model darauf achten, gute Bilder aus bereits mit ihnen gebuchten Foto Shootings und Sessions stets aufzubewahren, da es privat einen unermesslichen finanziellen Aufwand betreiben müsste, um an entsprechende Profi Bilder zu gelangen.
Die Geschichte und Entwicklung der Model Fotos ist fast genauso umfangreich und komplex wie die Kunstgeschichte selbst. Denn mit der Entwicklung der Gesellschaft und dem Wandel der Kulturen und Traditionen in den verschiedensten Ländern haben sich auch die Ansprüche an die Models verändert und weiterentwickelt. Früher waren es die vollweiblichen Kurven und Rundungen der Marylin Monroe, die den Globus in Atem hielten, heute sind es magere Skinny Models, die kurz vor dem physischen und psychischen Kollaps stehen, um verzerrten Erwartungen und Selbstbildern gerecht zu werden.

Der Start der Modelfotos liegt ebenfalls wie der allgemeine und generelle Beginn der Fotografie in der Schwarz-Weiß-Kunst. Kleidung musste kontrastreich sein, damit sie auf den Bildern interessant wirkte. Kurven waren anziehender als durchschimmernde Knochen.
Mit dem Beginn der Farbfotografie in den 30er/40er Jahren rückten auch kleine Makel und Unreinheiten in den Vordergrund, sodass die Ansprüche an die Models stiegen. Hautüberdehnungen, Risse, Cellulitis, alles trat deutlicher in den Vordergrund. Aber auch Designer hatten nun die Möglichkeit, ihre kreativen Auswüchse und Ergüsse so zu gestalten, dass sie auch durch Fotos gut vermarktet werden konnten.

Mit dem Beginn des Computerzeitalters, bekamen auch Programme wie Photoshop Babyschuhe und erfreuten sich innerhalb von zwei Jahrzehnten immer größerer Beliebtheit. Mittlerweile sollte man nun im 21.Jahrhundert davon ausgehen, dass nicht hundertprozentig makellose Models wieder bessere Chancen hätten, da man kleine Blessuren und Unregelmäßigkeiten problemlos retuschieren könnte. Leider ist dies nicht der Fall. Im Gegenteil. Zweifels ohne bereits hübsche, schlanke, ja fast lebensbedrohlich untergewichtige Frauen sind heutzutage Models. Models, die auf den Laufstegen der Welt die Haute Couture von morgen vorführen. Trotz ihrer scheinbar vermeintlich "perfekten" Maße, werden die Bilder und Fotos der Models für Werbung, Marketing und kommerziellen Konsum noch weiter bearbeitet, sodass Abbilder von Menschen zu Vorbildern für junge Leute werden, die eigentlich in der Realität gar nicht existieren. Menschliche Barbiepuppen, die es nicht gibt. Ein sehr schönes Beispiel dafür ist die Reklame für die Staffel "Germany's Next Topmodel 2010" gewesen. Auf der sah man Heidi Klum, ein paar Wochen nach der Geburt ihres letzten Kindes gertenschlank und mit unproportional langen Beinen. Die Beine und der Hals wurden tatsächlich künstlich gestreckt. Millionen von Mädchen und jungen Frauen schauen sich solche Bilder an und eifern einem Zustand nach, den sie niemals in ihrem Leben erreichen werden.
Sicherlich kann man sich jetzt fragen, wohin das alles ausufern soll. Man kann im Prinzip nur hoffen, dass gewisse verantwortliche Anführer und Führungsfiguren irgendwann zur Vernunft gelangen und sich näher mit den gesundheitlichen Folgen ihres Handelns auseinander setzen. Konzentrieren sollte man sich jedoch auf Rebellen und Revolutionäre, die beginnen, Mode für "normale" Durchschnittsfrauen zu kreieren und die Models mit Kleidergröße 42/44 auf den Laufsteg schicken. Nicht zu vergessen das Engagement diverser wunderschöner Plus Size Models. Wir können gespannt sein, wie sich die Auffassung der High-End-Fashionistas in den kommenden Jahren noch wandeln wird.

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