Vollakt - in der Stylished Model Community

Stichwörter: Voll Akt, Aktfotografie, Aktmodels

Der Vollakt in der Kunst – Ein Seiltanz zwischen Ästhetik und Provokation
Die prähistorische „Venus von Willendorf“, der antik-griechische „Diskuswerfer“, Michelangelos „David“, Manets „Olympia“ bis hin zu Picassos „Liegende Nackte“. Der Akt, sowohl als Halb- als auch als Vollakt, begleitet die bildende Kunst die gesamte Menschheitsgeschichte hindurch. Was ist der Reiz an der Darstellung des nackten menschlichen Körpers?

Der Vollakt im Wandel der Zeit
In frühgeschichtlicher Zeit überwog die kultische Bedeutung; die symbolhaften Darstellungen menschlicher Geschlechtsteile sollten einen magischen Einfluss auf die Fruchtbarkeit ausüben. In der griechischen und römischen Antike galt der Vollakt als Huldigung idealisierter Schönheit als Spiegelbild göttlicher Ordnung. Das Mittelalter war geprägt von religiösen Zwängen und ließ Aktdarstellungen nur sehr eingeschränkt zu; die erotische Ausstrahlung des nackten Körpers wurde als sündig angesehen. Erst in der Renaissance, der Wiedergeburt der Antike, verlor der Vollakt wieder seinen negativen Beigeschmack. Die Aktdarstellung wurde von ihrem religiösen Bezug befreit, jedoch noch nicht von der Abhängigkeit zu antiken mythologischen oder historischen Motiven.
Seine gänzliche Erlösung erlebte der Vollakt im 19. Jahrhundert mit der Entstehung der wirklichkeitsgetreuen Fotografie. Die französischen Impressionisten stellten in ihren Bildern nackte Menschen in ganz alltäglichen Situationen dar. Edouard Manets „Olympia“ beschwor im Jahr 1863 einen Skandal herauf. Ein Bann war gebrochen; der Vollakt wurde von der scheinbar untrennbaren Verkettung mit Scham und Sünde befreit.
Die rasche Manifestation der Fotografie machte das Bemühen um Realitätsnähe beim Vollakt bald überflüssig, sodass sich die Künstler schon zu Beginn des 20. Jahrhunderts von der Natürlichkeit abwandten, hin zur Abstraktion. Vielfältig sind die Frauenakte von Pablo Picasso, darunter auch offen erotische, ja pornografische Darstellungen wie der Akt „Nu couché“ („Liegende Nackte“). Subtil betrachtet ist damit sogar wieder der Bogen zur „Venus von Willendorf“ geschlagen, der Vollakt in der Kunst ist zu seinen Wurzeln zurückgekehrt.

Der Vollakt und sittliche Normen
Wann ist ein Vollakt Kunst, wann Kitsch, wann Provokation? Das liegt wohl in erster Linie im Auge des Betrachters. Die Geschichte der Aktdarstellung spiegelt das Auf und Ab der Bedeutung wider, die die Gesellschaft der Sinnlichkeit beimisst: Der menschliche Körper als Symbol der Fruchtbarkeit, als Sündengefäß, als göttliches Abbild, als vollkommenes Symbol der Schönheit, als kommerzialisiertes Medienobjekt.
Die Grenzen zwischen kunstvoller Aktdarstellung, erotischer Fotografie und Pornografie sind fließend, abhängig von den subjektiven Moralvorstellungen des Einzelnen. Wenngleich der Vollakt in Deutschland rechtlich gesehen unter den Kunstvorbehalt fällt, muss jegliche Aktdarstellung auch im Einklang mit den Gesetzen über die Verbreitung „pornografischer“ Schriften sein. Der Vollakt in der Kunst beabsichtigt nicht vorrangig die sexuelle Erregung des Betrachters und sollte neben einem ästhetischen und handwerklichen Anspruch auch durch Würde gekennzeichnet sein.
Die künstlerische Auseinandersetzung mit dem Vollakt ist und bleibt eine unerschöpfliche Quelle der Inspiration – und der Brisanz. Seine Faszination auf Künstler ist ungebrochen. Immer aufs Neue wagen sie sich an die Grenzen des Erlaubten, sprengen gesellschaftliche Normen, um neue Wege einzuschlagen. Kunst war die gesamte Geschichte hindurch mit Provokation verbunden, der Vollakt im Besonderen. Und so werden Künstler auch zukünftig Werke schaffen, die anfänglich oder sogar langfristig auf Missbilligung stoßen.

Weitere Information

http://de.wikipedia.org/wiki/Aktfotografie

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