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Adidas verzichtet auf Giftstoffe in Sportbekleidung

02.06.2014 - Kommentare: 0 - Autor: Stylished Team
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Die Umweltorganisation Greenpeace hatte bereits weltweit dagegen protestiert - gegen Giftstoffe. Diese Proteste zeigen nun Wirkung, auch in der Bekleidungsindustrie. Im Rahmen der inzwischen eröffneten Fußball-WM übernimmt der Sportartikelriese Adidas eine Vorreiterrolle und erklärte, dass von Ende 2017 an die Produkte zu 99 Prozent frei sein sollen von perfluorierten Chemikalien (PFC). Inzwischen ist man bei Adidas schon bei beachtlichen 90 Prozent angelangt. Der Chemie-Experte von Greenpeace, Manfred Santen sagte dazu: "Der Druck hat gewirkt – rechtzeitig zur WM macht Adidas entscheidende Schritte nach vorn und übernimmt eine Führungsrolle in der Sportartikelbranche".

Aktuelle Situation

Inzwischen sieht die Situation aber noch recht nüchtern aus. Denn nach den Angaben der Umweltschützer ergab die Analyse von 33 WM-Produkten von verschiedenen Herstellern, dass Schadstoffe wie PFC oder Nonylphenolethoxylate (NPE) nach wie vor enthalten sind. Diese belasten vor allem die Gewässer in den Produktionsländern, also der 3. Welt. Und in der dritten Welt haben viele Menschen keinen Zugang zu sauberem Wasser.  Doch PFC macht Kleidung und Schuhe schmutz- und wasserabweisend, was besonders bei Sportbekleidung sehr wichtig ist von der Funktionalität her. So will der Kunde atmungsaktive Sportschuhe, die die Schweißbildung im Schuh reduzieren. PFC allerdings kann auch das Immunsystem schädigen und Auswirkungen haben auf die Fruchtbarkeit.

Addidas vorrausschauend

Woher allerdings der plötzliche Sinneswandel von Adidas kommt, das ist rätselhaft. Denn noch vor kurzem bezeichnete man dort die Greenpeace-Proteste als "unbegründete Panikmache". Man betonte, dass bei keinem der getesteten Adidas-Produkte eine Gesundheitsgefahr ausgeht für Verbraucher. Auch das Umweltbundesamt hat keine gefährliche Konzentration gemessen. Man räumt aber ein, dass die PFC-Freisetzung in die Umwelt besorgniserregend sei.

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