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Ein Model Release schützt vor Mißverständnissen

19.09.2014 - Kommentare: 0 - Autor: Stylished Team
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Ein Vertrag zwischen Model und Fotograf bzw. Model und Agentur wird auch Model Release genannt. Den Abschluss von einem Model Vertrag zwischen Agentur bzw. Fotograf wird dringend angeraten, wenn man einen Modeljob annehmen will. Es gibt nämlich einige rechtliche Aspekte, die hier von beiden zu beachten sind. Ein derartiger Vertrag ist auf den ersten Blick aber nichts weiter als eine Einverständniserklärung, die das Model dem Fotografen erteilt für die Verwertung der geschossenen Bilder bzw. der Agentur über Werbeaufnahmen etc. Fotograf und Agentur sind dabei an den Rahmen gebunden, der im Vertrag vereinbart wurde.

Warum braucht man einen schriftlichen Vertrag?

Die Notwendigkeit von einem derartigen Vertrag ergibt sich daraus, dass hier das Urheberrecht nach §§ 15 ff. UrhG des Fotografen und der Agentur an den gemachten Fotos auf der einen Seite und das Recht des Models gemäß § 22 Kunsturhebergesetz (KUG) sowie § 823 BGB am eigenen Bild zusammentreffen. Grundsätzlich könnten derartige Absprachen auch mündlich getroffen werden. Allerdings fallen nach einigen Jahren die Erinnerung an derartige Absprachen recht unterschiedlich aus. Wurde ein Model Release unterzeichnet, ist alles schwarz auf weiß festgehalten. Unterzeichnet ein Model den Vertrag nicht, kann der Fotograf bzw. die Agentur die gemachten Aufnahmen nicht verwenden. Nur mit der Einwilligung des Models erhält der Fotograf die Möglichkeit die Aufnahmen zu veröffentlichen, zu vervielfältigen und im Internet zu verwenden. Das Model hat allerdings die Möglichkeit die eine oder andere Nutzungsart auszuschließen.

Vertrag bietet rechtliche Handhabe

Kommt es dennoch zu einer widerrechtlichen Verwendung, kann das Model gegen den Fotografen Schadenersatzansprüche geltend machen. Außerdem können im Model Release auch Absprachen über den Ort der Aufnahmen und den Zeitrahmen aufgenommen werden. Auch hier sollte möglichst die schriftliche Fixierung im Model Release erfolgen. Besonders wenn Models Einwendungen haben gegenüber einem bestimmten Ort für das Shooting, sollte dies schriftlich fixiert werden. Außerdem finden sich in derartigen Verträgen häufig auch Formulierungen, dass die Verwendung der Fotos für erotische oder pornografische Zwecke nicht gestattet ist. Aber so ein Vertrag wirft immer auch viele Fragen auf. Grundsätzlich kann man im Vertrag alles regeln, Stichwort Vertragsfreiheit, aber es gibt eibn paar Dinge, die in einem Model Release immer enthalten sein sollten: 

Neben dem Namen der Vertragsparteien und dem Gegenstand des Vertrages sollten in einem derartigen Vertrag vereinbart werden:

- Art und Weise der Nutzung der Fotografien bzw. Werbeaufnahmen

- Bearbeitungsrecht der Aufnahmen durch den Fotografen und Werbeaufnahmen

- Nutzungsrechte, die das Model hat

- Höhe der Vergütung, die das Model erhält Hierzu zählen insbesondere Honorar, Abzüge und Reisekosten.

- Festlegte Agenturprovision, auch Managementvergütung genannt

- Unwiderrufliche Einwilligung des Models. Dieser Punkt wird häufig übersehen. Doch dem Gesetz nach hat das Model das Recht die Einwilligung jederzeit zu widerrufen.

- Recht des Models auf Nebentätigkeiten

- Verhaltensregeln (zum Beispiel bei Krankheit oder Unfall)
- Verschwiegenheitspflicht des Models

- Salvatorische Klausel

Das Model hat wie man sehen kann sowohl Rechte, wie auch Pflichten, die im Model Release geregelt sein sollten. Wichtig ist die salvatorische Klausel, denn wurden Passagen eingefügt, die nicht gültig sind ist sonst der ganze Vertrag ungültig. Darum sollte ein Vertrag auch immer von einem Anwalt geprüft werden, wie man in Erfahrungsberichten lesen kann..

Eine besondere Vergütungsform ist die "Time for Prints", kurz TfP. In diesem Fall erhält das Model kein Geld, sondern eine vorher zu vereinbarende Anzahl von Abzüge bzw. Aufnahmen in einer vorher ebenfalls zu vereinbarenden Größe bzw. Qualität in Printform oder digitaler Form.

Besonderheiten

Bei minderjährigen Models bedarf das Fotoshooting zudem der vorherigen schriftlichen Zustimmung der Eltern. Der Model Release ist dann sowohl vom Model, wie auch von den Eltern zu unterzeichnen. Im Bezug auf die Nutzungsrechte der Fotos, die das Model hat, hat das Landgericht Köln entschieden, dass im Model Release ausdrücklich das Recht zur eigenen Nutzung der Aufnahmen stehen muss, damit dies auch rechtskonform ist. Bei minderjährigen Modeln spielt vor allem auch die Vereinbarung der Arbeitszeit eine Rolle. An die gesetzlichen Beschränkungen im Bezug auf das Jugendarbeitsschutzgesetz muss sich jeder Fotograf und jede Agentur halten.

Modelvertrag kündigen

Im Model Release eindeutig geregelt ist auch, wie und wann ein derartiger Vertrag gekündigt werden darf. Im Vertrag festgehalten ist die

- Mindestvertragslaufdauer
- Vereinbarte Kündigungsfrist nach der schriftlichen Kündigungserklärung

Dabei muss ein Model bereits gebuchte Jobs noch durchführen.

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