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Künstlersozialabgabe - Neuerungen

30.01.2015 - Kommentare: 0 - Autor: Stylished Team
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Wichtige Neuerungen bei der Prüfung der Künstlersozialabgabe 

Viele Unternehmen in Deutschland beschäftigen freie Künstler. Sie lassen Fotografen Porträts ihrer Belegschaft anfertigen, Zeichner einen lustigen Comic für kleine Kunden erstellen oder Autoren eine unterhaltsame Firmenchronik schreiben. Dabei sind sich viele Verantwortlichen der beauftragenden Firmen nicht darüber im Klaren, dass sie für diese freischaffenden Kreativen die „Künstlersozialabgabe“ zahlen müssen, deren Betrag stetig gestiegen ist und mittlerweile 5,2 Prozent des Honorars ausmacht. Doch ab dem 1.1.2015 gilt das Künstlersozialabgabestabilisierungsgesetz (KSAStabG). Nun wird häufiger als bisher geprüft, ob die Abgaben durch die Betriebe ordnungsgemäß geleistet wurden. Was sollten Unternehmen über diese Gesetzesnovelle wissen? 

Häufigere Prüfungen bei vielen Firmen 

Die bereits im Juli 2014 erlassenen Neuerungen des KSAStabG bewirken vor allem, dass die deutsche Rentenversicherung (DRV) weit häufiger Prüfungen hinsichtlich der Zahlungen durchführt. Davon sind beinahe alle Firmen, die die kreativen Geister für sich beschäftigt haben, betroffen, wodurch sowohl nachträgliche wie Vorauszahlungen notwendig werden können. Nach dem novellierten Absatz 1a werden demnach Arbeitgeber mit mehr als 19 Beschäftigten ausnahmslos und mindestens alle vier Jahre überprüft, sofern sie nach Paragraf 24 des Künstlersozialversicherungsgesetzes in der Künstlersozialkasse erfasst sind. Von denjenigen Arbeitgebern, die unter 20 Beschäftigte haben, werden jeweils mindestens 40 Prozent geprüft, wenn die entsprechende Prüfung für das Kalenderjahr ansteht. Unternehmen, welche in Haupt- und Unterbetriebe gegliedert sind, werden insgesamt geprüft. 

Die Funktion der Künstlersozialkasse, weitere Hinweise 

Die deutsche Rentenversicherung gibt nach den entsprechenden Prüfungen Informationen, welche melde- und abgabepflichtige Arbeitgeber nach dem Künstlersozialversicherungsgesetz betreffen, an die Künstlersozialkasse weiter. Die Künstlersozialabgabepflicht, die Höhe der Abgabe sowie die der Vorauszahlungen sind Gegenstand von Verwaltungsakten, die die DRV erlässt. 

Nach Paragraf 35 des Künstlersozialversicherungsgesetzes (KSVG) hat zudem die Künstlersozialkasse selbst das Recht, unter bestimmten Vorbedingungen Prüfungen durchzuführen. Darüber hinaus wurde eine sogenannte Bagatellgrenze (Paragraf 24, Absatz 3, KSVG) eingeführt. „Gelegentlich“ erteilte Aufträge sind nach der neu eingeführten Definition Leistungen, die 450 Euro nicht übersteigen. Weitere hilfreiche Erläuterungen zum Thema bietet ein kostenfreies eBook der Firma Lexware, das man hier als PDF herunterladen kann. 

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