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Brigitte berichtet über Stylished Umfrage zum Thema Magermodels

In einem aktuellen Artikel zu ihrer Initiative "Ohne Models" berichtet die Frauenzeitschrift Brigitte über die Ergebnisse der Stylished Umfrage zum Thema Magerlook. Die große Mehrheit der Befragten spricht sich für mehr Kurven und weniger Knochen auf dem Laufsteg aus.

30.10.2009 - Kommentare: 0 - Autor: Franziska
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In einem aktuellen Artikel zu ihrer Initiative "Ohne Models" berichtet die Frauenzeitschrift Brigitte über die Ergebnisse der Stylished Umfrage zum Thema Magerlook. Die große Mehrheit der Befragten spricht sich für mehr Kurven und weniger Knochen auf dem Laufsteg aus. Dennoch achten viele Models streng auf ihre Figur und vergleichen sich mit den Topgrößen der Branche. Alle Ergebnisse der Umfrage findet Ihr im Stylished Magazine.

Stylished hat sechs Models und Fotografen nach ihrer persönlichen Meinung dazu befragt. Hier sind die Ergebnisse:

Model Christine:
"In meiner Freizeit stehe ich sehr gerne vor der Kamera, aber bisher wurde mir noch nicht von FotografenInnen gesagt, dass ich zu viel wiege oder dick wäre, nur weil ich nicht die sogenannten "Ideal"-Maße habe. Natürlich merke ich, da ich eher frauliche Formen habe, dass Aufträge oft nur an dünnere vergeben werden, die höchstens die Kleidergröße 36 haben. Hier frage ich mich aber oft, wonach es dann geht, denn auch eine Frau mit Kleidergröße 38 und mehr kann Ausstrahlung und das gewisse Etwas haben.
Magermodele sind für mich nicht attraktiv, mir fehlt die Natürlichkeit. Ständig schaut man auf den knochigen Körper anstatt auf die Mode, die sie tragen, und ich denke, das sollte nicht Sinn der Designer sein. Mode lässt sich auch sehr gut mit Normal-Gewichtigen zeigen und hier ist es viel realistischer, denn die Mode soll ja von allen getragen werden können.
Die Designer sollten mal daran denken: Nur weil ein Model wohlgeformt und kurvig ist, wird die Mode, die sie tragen nicht schlechter!"

Fotograf 7bruecken Webdesign:

"Die Stylished Umfrage zum Thema "Magermodels" zeigt deutlich eine Trendwende, die ich voll unterstützen kann! Fotografen und Models fordern ein Umdenken, weg vom Twiggy Syndrom der 60er Jahre. Es wird Zeit,  dass Modehäuser, Designer und Agenturen den Trend der Zeit neu entdecken, eine Art Renaissance - Erneuerung zu diesem Thema. Wer an den alten Klischees festhält - nur wer dünn ist entspricht dem Ideal der heutigen Zeit - verliert in der Branche auf Dauer die Bodenhaftung. Die Erneuerung kann heißen: ich bin der, der ich bin - einzigartig!  Eine Herausforderung für alle Beteiligten."

Model Helge:
"Klar, Models auf den Laufstegen müssen grazil und anmutend aussehen. Was aber teilweise auf den Shows gezeigt wird hat damit nichts mehr zu tun. Knochige Models als Schönheitsideale darzustellen finde ich zudem sehr fragwürdig. Viele junge Mädchen sehen sie als Vorbilder und versuchen ihnen nachzueifern. Der Tod des brasilianischen Models Ana Carolina Reston hat gezeigt, dass die Anforderungen teilweise über dem zu liegen scheinen, was durch Sport und gesunde Ernährung möglich ist. Sexy ist das in meinen Augen nicht mehr. Bitte liebe Designer, zeigt mehr Kurven!"

Fotografin Sandra:
"Ich empfinde es als eine psychische Katastrophe, dass wir in ein Zeitalter gekommen sind, in dem es plötzlich Krankheiten gibt die den Inhalt haben, sich vor der alltäglichen Nahrungsaufnahme zu fürchten oder Essen NEU erlernen zu müssen, weil man sich mit einem Normalgewicht nicht vollwertig fühlt. Leider hat die Medien- und Modewelt den größten Beitrag hierfür geleistet. Ich denke, dass die Designer sich dem über die Jahre nur angepasst, ursprünglich dieses Ideal aber nicht verfolgt haben. Letztendlich wird der sogenannte Trend die nächsten Jahre unaufhaltsam weiter in diese Richtung treiben, wenn nicht endlich strenge Auflagen für den Medien- und Modebereich geschaffen werden, die die Veröffentlichung und Darstellung solcher "Schönheitsideale" untersagen. Madrid hat hierfür bereits den ersten Schritt in die richtige Richtung gezeigt und ein Zeichen gesetzt, dass hoffentlich irgendwann als Vorbild länderübergreifend seinen Weg findet.

Model Anna:
"Models  sollen die Kleidung zur Geltung bringen, nicht sich selbst. Darum sollte man so wenig wie möglich von ihnen sehen, denn sie sind eben nur bewegliche Kleiderständer. Traurige Sache eigentlich.
Braucht man wirklich weniger Stoff und weniger Nahrung? Die Modewelt scheint dies noch nicht begriffen zu haben und so wird es wohl weiterhin junge Mädels geben, deren Tagesration aus drei Salatblättern besteht.“

Fotograf Joerg Boeh Photography:
"Magermodels stilisieren einen Trend, dem man unbedingt entgegensteuern sollte. Hier wird dem Verbraucher suggeriert, so sein zu "müssen" und dass "mager" zu sein "in" ist. Dies halte ich für sehr bedenklich. Der Kunde wird sich am Ende des Tages mehr und eher mit normalfigürlichen oder einem XXL-Model identifizieren als mit einem Magermodel. Die Modebranche lebt hier einen gefährlichen Trend vor. Eines meiner Models ist diesem Trend "verfallen" und ein Werbekunde hat ausdrücklich geäußert, diese aufgrund ihres zu mageren Erscheinungsbildes nicht buchen zu wollen, da seine Kunden sich hier nicht wiedererkennen. Dem kann ich nur sehr deutlich zustimmen. In meinem Modelportfolio gibt es keine Magermodels mehr."

 

 

 

 

 

 

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